Kompetenznetzwerk
Von 2020 bis 2024 war die MJD aktiver Teil des bundesweiten Kompetenznetzwerks Islam- und Muslimfeindlichkeit. Das Netzwerk, getragen von CLAIM, der Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend (aej), dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften und ZEOK, bündelte die Expertise zum Themenfeld Islam- und Muslimfeindlichkeit sowie antimuslimischem Rassismus deutschlandweit. Das Ziel des Netzwerks war es, eine zentrale Anlaufstelle in Deutschland aufzubauen, die Gesellschaft für antimuslimischen Rassismus zu sensibilisieren und fundiertes Wissen für Bildung, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft bereitzustellen. Gefördert wurde das Projekt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesjugendministerium (BMFSFJ).
Praxisnahe Bildung und Empowerment
Im Rahmen des Netzwerkes entwickelte die MJD gemeinsam mit der aej, der Koptischen Jugend in Deutschland (KJD) und dem Muslimischen Jugendwerk (MJW) vielfältige, praxisnahe Fortbildungsformate. Diese Qualifizierungsangebote richteten sich vor allem an haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende in der Jugend(verbands)arbeit, um diese im sicheren Umgang mit Rassismus und insbesondere antimuslimischem Rassismus zu stärken. Neben der Weitergabe von Expertise in Fachvorträgen und der aktiven Mitgestaltung eines innovativen E-Learning-Tools stand auch die direkte Unterstützung betroffener Jugendlicher durch Empowerment-Formate im Fokus, die muslimische Jugendliche ganz direkt in ihrem Alltag stärken und begleiten.
Die Wanderausstellung „Exit Racism“
Die interaktive Wanderausstellung „Exit Racism“ führt Jugendliche an mehreren Stationen sensibel an das Thema (antimuslimischer) Rassismus heran und motiviert diese aktiv zu solidarischem Handeln. Begleitet von engagierten jungen Erwachsenen, die von der MJD und der aej gemeinsam als Peer-Guides ausgebildet wurden, tourte die Ausstellung durch ganz Deutschland. Sie wurde von zahlreichen Schulklassen und Jugendgruppen besucht und war auf Großveranstaltungen wie dem Evangelischen Kirchentag oder den Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit in Leipzig zu sehen. Nach dem regulären Ende des Kompetenznetzwerks ist die Ausstellung in die Hände der Landeshauptstadt Hannover übergegangen und leistet dort weiterhin einen nachhaltigen Beitrag zur Aufklärungs- und Bildungsarbeit.
